Lieblingsplätze Berlin – Bericht 6 – Sironi in der Markthalle Neun

Lieblingsplätze Berlin – Bericht 6 - Sironi in der Markthalle Neun

Eigentlich hat Alfredo Geschichte studiert, doch dann hat er sich für etwas anderes entschieden. Das Backen. Die Gastronomie liegt in der Familie, sagt er und so ging es vom Lago di Como ging es ab nach Berlin. „Sironi – Il Pane di Milano“ heißt die kleine Bäckerei, die Alfredo Sironi vor ein paar Monaten in die Markthalle Neun in Kreuzberg gezimmert hat.

 

Die Bäckerei mitten in der Markthalle ist zu allen Seiten offen. Durch die großen Scheiben schauen und staunen oft Kinderaugen den knetenden Händen zu und drücken sie die Nasen platt wenn sie Alfredos Team beim Backen zuschauen. Aber auch die Großen gucken genau zu, was da auf den Holzbrettern in der Backstube per Hand entsteht. Durch die großen Glasscheiben kann man mitverfolgen wie in der Backstube aus Mais, Dinkel, Rogen und Weizen Teige entstehen, geknetet und schließlich gebacken werden. Alles per Hand versteht sich. Backmischung und Gefriertruhe vaffanculo!

Sironi - il Pane de Milano in der Markthalle Neun - alles in Handarbeit
Sironi – il Pane de Milano in der Markthalle Neun – alles in Handarbeit

In den Öfen wächst und bräunt dann wunderbares Brot und knusprige Italienische Backkunst, die mit nur drei Schritten vom Ofen an die Ladentheke wandert. Da liegen sie dann in der hölzernen Auslage, knusprige Ciabatta, große Pane di Grano Duro und Focaccia in verschiedenen Variationen. Besonders lecker ist die süße Zimt Focaccia und die kleinen Maritozzi.

Sironi - il Pane de Milano in der Markthalle Neun
Sironi – il Pane de Milano in der Markthalle Neun

Alles wunderbar knusprig mit der typisch knackigen Kruste und dieser fluffige Krume. Ich liebe die feine Säure des Sauerteigs, die bei den großen Broten wunderbar durchkommt. Focaccia kenne ich in Berlin kaum eine Bessere. Sie sind pur oder in verschiedenen Variationen mit Tomaten oder Kräutern wunderbare Begleiter für Wein, Käse und frisch aufgeschnittenen Schinken.

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Ach ja und Pizza gibt es auch! Margarita in seiner Urform. Herrlich knusprig und frisch aus dem Ofen göttlich. Mit einem Blättchen Basilikum auf dem schmelzenden Käse….

„Hey mach doch mal eine Pizza mit ein par Sardellen drauf?!“, habe ich Alfredo vor ein paar Wochen mal gefragt. „Nee, Nee, Nee“, hat er gesagt, „dann sind wir keine Bäckerei mehr, sondern eine Pizzeria.“ Kein Schnickschnack: nur Margarita und gut.

Einfach aber gut, so will er es halten. Das passt und ist wahnsinnig lecker.

Tomaten Focaccia bei Sironi - il pane die milano
Tomaten Focaccia bei Sironi – il pane die milano

Alfredo läd immer wieder Bäcker aus Italien in seine Kreuzberger Backstube ein. Schaut dazu öfter mal auf seiner Facebook-Seite vorbei, wo er die Backaktionen ankündigt. Mit den Meistern aus seiner Heimat bäckt er dann einige Tage in Berlin, probiert neue Rezepte aus oder schraubt an den Alten. Viel zu verbessern gibt es da aber eigentlich nicht. Nur der Broterwerb könnte für mich manchmal etwas schneller gehen, denn die Schlange an der Brotausgabe ist lang und wird von Wochenende zu Wochenende länger. Beim warten duftet es dann göttlich und wenn man dann an der Reihe ist, will man am Liebsten die ganze Auslage mitnehmen. Aus der Sicht von Alfredo, dem Bäcker passt es also wieder. Auf in die Markthalle und losgeknuspert!

 

P.S. Alfredo hat seit neustem auch eine Cola aus der Kenema Kolanuss vorne in der Auslage. Das Getränk aus einer Nuss, die von Slow Food geschützt wird, schmeckt großartig. Solltet ihr unbedingt mal probiert haben! Kolanuss Projekt von Slow Food

 

„Sironi – Il Pane di Milano“

 

 

TEXT & BILD HENDRIK HAASE ALIAS WURSTSACK

 

 

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